Goethe University Frankfurt E-Finance Lab

Crowdfunding-Kalkulator

Crowdfunding erfolgreich und profitabel nutzen

Sie überlegen, ob Sie Crowdfunding zur Finanzierung eines Projektvorhabens in Form eines Produkts oder einer Dienstleistung nutzen sollen? Dann sind Sie hier richtig. Der Crowdfunding-Kalkulator berechnet für Sie schnell und einfach den erwarteten Gewinn oder Verlust Ihrer Crowdfunding-Kampagne.

Warum sollte ich den Crowdfunding-Kalkulator nutzen?
Den erwarteten Gewinn oder Verlust einer Crowdfunding-Kampagne im Voraus zu berechnen ist nicht so einfach wie es auf den ersten Blick scheint, jedoch unumgänglich um böse Überraschungen zu vermeiden. Neben fixen und variablen Kosten fallen manche Kosten nur unter der Bedingung an, dass bestimmte Zwischenschritte erreicht werden. Das Vernachlässigen dieser Wahrscheinlichkeiten kann trotz guter Planung zu unerwarteten Verlusten führen.

Wie hilft mir der Crowdfunding-Kalkulator?
Der Crowdfunding-Kalkulator hilft Ihnen bei der Planung ihrer Crowdfunding-Kampagne, indem neben einer Vielzahl an möglichen Kosten, Wahrscheinlichkeiten über das Erreichen bestimmter Zwischenschritte berücksichtigt werden. Zudem stellen wir die Daten echter Crowdfunding-Kampagnen zum Vergleich bereit.

Die Nutzung des Crowdfunding-Kalkulators ist kostenlos, unverbindlich und die Ergebnisse sind sofort sichtbar. Probieren Sie unterschiedliche Werte aus und schauen Sie, wie sich die Ergebnisse für Sie verändern.

  • Werde ich mit meiner Crowdfunding-Kampagne einen Gewinn oder Verlust erzielen?
  • Sind die gesetzten Ziele und Erwartungen meiner Crowdfunding-Kampagne realistisch?
  • Ist meine Planung vergleichbar mit den Ergebnissen echter Crowdfunding-Kampagnen?
Kampagnen-Profit berechnen

Partner

 Deutscher Crowdsourcing Verband e.V.

Deutscher Crowdsourcing Verband e.V.

Der Deutsche Crowdsourcing Verband e.V. ist seit seiner Gründung 2011 zum führenden Kompetenzzentrum für Crowd-basierte Geschäftsmodelle in Deutschland geworden. Dank des Know-hows und der Kompetenzen seiner Mitglieder, dem nationalen und internationalen Netzwerk und der starken Verflechtung in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, ist der DCV zur ersten Anlaufstelle für alle Themen der Crowd-Economy geworden. Mit der Arbeitsgruppe German Crowdfunding Network vertritt der Verband die Interessen jener Personen und Unternehmen, die sich mit den Themen Crowdfunding beschäftigen oder Dienstleistungen anbieten.

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Über uns

Daniel Blaseg

Daniel Blaseg

Daniel Blaseg ist Experte für Crowdfunding und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Electronic Commerce beschäftigt.

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Steffen Försch

Steffen Försch

Steffen Försch ist Experte für Online-Marketing und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Electronic Commerce beschäftigt.

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Bernd Skiera

Prof. Dr. Bernd Skiera

Bernd Skiera hat seit 1999 den damals ersten Lehrstuhl für Electronic Commerce in Deutschland an der Goethe-Universität Frankfurt inne.

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Was ist der Crowdfunding-Kalkulator?

Crowdfunding ist im Kommen. Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo verzeichnen stark ansteigende Besucherzahlen und immer mehr Konsumenten nutzen die Chance, spannende Projektvorhaben zu unterstützen und Produkte früh zu einem günstigen Preis zu erhalten.
Für Initiatoren ist Crowdfunding mehr als ein interessanter neuer Absatzmarkt, verheißt er doch auf den ersten Blick neben neuen Kunden auch die grundlegende Finanzierung des Projektvorhabens. Doch dahinter stecken auch große Risiken. Die Erfahrungen unter den Initiatoren sind unterschiedlich, da eine Kampagne auf verschiedene Möglichkeiten ablaufen kann:

1) Die Kampagne erreicht das Kampagnenziel nicht und erhält daher keine Finanzierung. Das Projektvorhaben wird nicht umgesetzt und der Initiator trägt die entstandenen Kosten.

2) Die Kampagne erreicht das Kampagnenziel und das Projektvorhaben wird umgesetzt. Die Unterstützer erhalten das Produkt oder die Dienstleistung nicht, der Initiator erzielt aber aufgrund unterschätzter Kosten nur einen geringen Gewinn oder sogar einen Verlust (bspw. Brooklyn Bridge).

3) Die Kampagne erreicht das Kampagnenziel, scheitert aber aufgrund massiver Fehlkalkulation an der Umsetzung des Projektvorhabens. Die Unterstützer erhalten das Produkt oder die Dienstleistung und der Initiator muss die entstandenen Kosten tragen sowie die Unterstützer entschädigen (bspw. Coolest Cooler)

Hier setzt der Crowdfunding-Kalkulator an. Er berechnet für Sie als Initiator schnell und einfach, ob und wann sich das Geschäft mit Crowdfunding lohnt. Nach Eingabe einiger Basis-Daten erfahren Sie sofort, ob eine Kampagne für Sie profitabel ist oder nicht.

Was macht die Berechnung des Gewinnes oder Verlust einer Crowdfunding-Kampagne so besonders?

Crowdfunding basiert auf dem "Alles-oder-Nichts"-Prinzip: nur wenn die Kampagne das Kampagnenziel erreicht oder überschreitet, wird das gesammelte Geld ausgezahlt. Doch nur rund 1/3 aller Kampagnen gelingt es dieses Ziel zu erreichen. Die Kosten für die Vorbereitung sowie Ausgaben für die Produktion eines Videos fallen jedoch unabhängig vom Erreichen des Kampagnenziels an. Das Risiko kein Geld zu erhalten und diese Kosten tragen zu müssen, wird in der Planung oft nicht berücksichtigt. Doch auch eine erfolgreich finanzierte Crowdfunding-Kampagne bedeutet nicht immer einen Gewinn zu erzielen. Fehlkalkulationen und falsche Einschätzungen haben zur Folge, dass jede zehnte der erfolgreich finanzierten Kampagnen das versprochene Produkt oder Dienstleistung nie ausliefert, da das eingesammelte Geld nicht ausreicht und ein Verlust entsteht.
Der Crowdfunding-Kalkulator hilft Ihnen bei der Planung ihrer Crowdfunding-Kampagne indem Wahrscheinlichkeiten über das Erreichen des Kampagnenziels sowie das erfolgreiche Abschließen der Produktion berücksichtigt werden.
Der Crowdfunding-Kalkulator ist ein kostenloses und unverbindliches Angebot. Es ist keine Anmeldung oder Registrierung notwendig. Sie können sich die Zusammenfassung Ihrer Ergebnisse am Ende bequem an eine beliebige E-Mail-Adresse schicken.

Den Crowdfunding-Kalkulator haben wir wissenschaftlich entwickelt, er beruht auf fundierten Berechnungsmodellen. Sie als Initiator müssen zunächst Angaben zu Ihrer geplanten Kampagne machen. Manche Werte können Sie wahrscheinlich genau angeben, manche müssen Sie voraussichtlich schätzen. Das Modell gibt Ihnen dabei aber allen Freiraum. Probieren Sie unterschiedliche Werte aus und schauen Sie, wie sich die Ergebnisse für Sie verändern.

Wir haben uns größte Mühe bei der Erstellung des Crowdfunding-Kalkulators gegeben. Trotzdem können wir für den Crowdfunding-Kalkulator keine Gewährleistung übernehmen.
Wie benutze ich den Kalkulator? - Ein Beispiel

Ein Unternehmer hat schon lange die Idee für ein neuartiges Fieber-Thermometer, welches sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Auf Basis von Vergleichen mit ähnlichen Produkten, plant er das Produkt später für 250 Euro je Stück zu verkaufen.
Er hat bereits einen teils funktionsfähigen Prototypen entwickelt, benötigt aber für die weitere Entwicklung 20,000 Euro und überlegt deshalb eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Allerdings ist er sich unsicher, ob er mit seinen Erwartungen einen Gewinn erzielen kann und verwendet daher den Crowdfunding-Kalkulator.

Schritt 1
Damit er seine Planzahlen mit den Ergebnissen echter Crowdfunding-Kampagnen vergleichen kann, wählt er im ersten Schritt die Plattform (Kickstarter) und die Kategorie (Technik), in welcher er plant seine Crowdfunding-Kampagne durchzuführen.


Schritt 2
Als Ausgleich für ihren finanziellen Beitrag möchte er den Unterstützern das Thermometer für 100 Euro (anstatt dem späteren regulären Verkaufspreis von 250 Euro) exklusive Versand anbieten. Um sein Ziel von 20,000 Euro zu erreichen müssen also 200 Unterstützer für die Kampagne begeistert werden.


Schritt 3
Da er den Unterstützern das Thermometer zusenden muss, bietet er die Möglichkeit des Versandes an und verlangt zusätzlich einen Beitrag von 10 Euro je Thermometer, um damit die Kosten für Versand und Verpackung decken zu können. Er schätzt, dass er hauptsächlich nationale Unterstützer für das Produkt begeistern kann und diese 70% aller Unterstützer ausmachen. Von den internationalen Unterstützern, welche die restlichen 30% der Unterstützer ausmachen, verlangt er 20 Euro um seine Kosten zu decken.


Schritt 4
Um die Kampagne bekannt zu machen und das Produkt besser vorzustellen, lässt er ein professionelles Video erstellen. Die Kosten hierfür schätzt er auf 500 Euro. Da er für dieses Video allerdings einen funktionsfähigen Prototyp benötigt, schätzt er, dass er rund 750 Euro für die Weiterentwicklung benötigt. Zusätzliches Werbematerial wie Plakate und Flyer um die Bekanntheit der Kampagne zu erhöhen wird sich auf 250 Euro belaufen. Die Kosten der Crowdfunding-Plattform für die Benutzung sowie des Zahlungsdienstleisters für die Abwicklung der Zahlungen, sind abhängig vom Ergebnis der Kampagne und werden in Prozent der eingesammelten Beiträge angegeben. Er schätzt, dass diese Kosten insgesamt 8% des eingesammelten Kapitals betragen werden.


Schritt 5
Die variablen Kosten (Material und Montage) zur Produktion des Thermometers schätzt er auf 50 Euro je Stück. Zusätzlich rechnet er mit 2000 Euro Fixkosten für die Produktion, um die notwendigen Maschinen und Werkzeuge anzuschaffen.


Schritt 6
Die Kosten für den Versand werden 10 Euro national und 20 Euro international pro Thermometer betragen. Das Verpackungsmaterial wird ihn insgesamt 2000 Euro kosten, wobei keine variablen Verpackungskosten anfallen.


Schritt 7
Er geht davon aus, dass die Qualitätskontrolle nicht in allen Fällen ausreichend stattfindet und daher 10% der Thermometer fehlerhaft produziert und neu hergestellt und versendet werden müssen. Zusätzlich rechnet er mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% mit einer Verzögerung des Produktionsablaufs von 3 Monaten. Die Kosten für den zusätzlichen Kommunikationsaufwand schätzt er auf 0.50 Euro je Unterstützer und Monat.


Schritt 8
Der Initiator schätzt, dass er mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% sein Kampagnenziel erreichen wird. Da es bei der Produktion oftmals zu unerwarteten Problemen kommen oder das Produkt nicht wie erwartet entwickelt werden kann, schätzt er, dass die Produktion mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% erfolgreich abgeschlossen werden kann.


Auf Basis seiner Erwartungen sieht er dank dem Crowdfunding-Kalkulator nun, dass seine Kampagne voraussichtlich nicht profitabel sein wird und er einen Verlust von 411.50 Euro zu erwarten hat. Der Vergleich mit den Ergebnissen der echten Crowdfunding-Kampagnen zeigt, dass er die Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen des Kampagnenziels sowie dem erfolgreichen Abschluss der Produktion realistisch eingeschätzt hat.
Allerdings zeigt der Vergleich auch, dass er nur sehr wenige Reward-Stufen und auch das Produkt zu günstig anbietet. Mit Hilfe dieser Erkenntnis kann er seine Planung anpassen und somit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Crowdfunding nicht nur erfolgreich, sondern auch profitabel zu nutzen.